Charles Ernest Adolphe Ernser wurde am 18.08.1828 in Diekirch als zwölftes Kind des Tabakfabrikanten, Bäckers und Handelsmanns Mathieu Ernser und seiner Frau Anne Marie Schweisthal geboren. Er war ein in Diekirch ansässiger Uhrmacher. Er war Gründungsmitglied des Vereins „Luxembourgeoise“ in Paris, wofür er am 24. 07.1905 vom Großherzog die silberne Medaille des Ordens der Eichenkrone verliehen bekam. Am 26.10.1911 verstarb Adolphe Ernser in Diekirch. Er hinterließ der Gemeinde testamentarisch einen Teil seiner Güter, insgesamt 27.000 Franken, unter der Bedingung mit den daraus erzielten Zinsen künftig in Diekirch eine Rosière zu krönen. In Diekirch wurde fortan eine junge Frau zwischen 18 und 25 Jahren für ihre besonderen menschlichen Eigenschaften (Liebenswürdigkeit, Fleiß, Selbstlosigkeit, Mut, Güte) ausgezeichnet und erhielt ein Preisgeld von zunächst 500 Franken. Eine Jury bestehend aus dem Stadtrat und dem Dechanten wählte die Rosière aus und krönte sie am Laurentiusmontag. Erste Preisträgerin war 1912 die 22-jährige Amalia „Milly“ Musman. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Brauch von den Nationalsozialisten abgeschafft und das Schenkungsvermögen beschlagnahmt. Nach dem Krieg wurde die Tradition dank der Schenkung von Sisy Beringer wieder aufgenommen.